Das Vier Säulen Prinzip von Notalona

 

Bei Notalona verstehen wir Begleitung nicht nur als regelmäßigen Kontakt, sondern als gezielte Förderung von Lebensfreude, Selbstwirksamkeit und Aktivität im Alltag. 

Deshalb basiert unser Ansatz auf vier Säulen, die wissenschaftlich mit gesundem Altern, besserem Wohlbefinden und dem Erhalt 

kognitiver Fähigkeiten verbunden sind.

 

 

 

 

 

1. Neues Lernen

 

Neues Lernen hält den Geist in Bewegung und stärkt die Fähigkeit, sich auf neue Inhalte, Reize und Zusammenhänge einzulassen. 

Dazu gehören bei Notalona zum Beispiel neue Wörter aus einer Fremdsprache, Bräuche aus anderen Ländern, kleine Wissensimpulse oder das gemeinsame Entdecken neuer Rezepte.

 

Wissenschaftlich spricht vieles dafür, dass 

geistige Anregung, Lernprozesse und der Umgang mit Neuem zur sogenannten kognitiven Reserve beitragen, also zu jener Widerstandskraft des Gehirns, die altersbedingte Veränderungen besser abfedern kann. 

Forschung zu Gedächtnis- und Strategietrainings im Alter zeigt zudem, dass ältere Erwachsene von kognitivem Training profitieren können und sich Leistungen durch geeignete Übungen verbessern lassen.

 

Für Notalona bedeutet das: Wir setzen nicht auf schulisches Lernen, sondern auf kleine, alltagsnahe Erfolgserlebnisse. 

Wer regelmäßig Neues entdeckt, erlebt häufiger Neugier, Aktivierung und das gute Gefühl, noch dazuzulernen.

 

 

 

 

2. Bewegung

 

Bewegung ist ein zentraler Baustein für körperliche und seelische Gesundheit im Alter. Notalona motiviert zu regelmäßiger Aktivität einfache Mobilitätsübungen oder gemeinsame Bewegungsroutinen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

 

Studien zeigen, dass körperlich aktive ältere Erwachsene im Durchschnitt bessere Werte bei kognitiver Leistungsfähigkeit, Angst und depressiven Symptomen aufweisen als weniger aktive Vergleichsgruppen. 

Eine aktuelle Untersuchung mit älteren Erwachsenen fand signifikant bessere Werte unter anderem bei Depression, Angst und verschiedenen kognitiven Testverfahren in der körperlich aktiven Gruppe.​ 

Auch Übersichtsarbeiten und Metaanalysen stützen den Zusammenhang zwischen Bewegung und psychischer Gesundheit, nicht nur im Alter. 

Regelmäßige körperliche Aktivität wird mit einem geringeren Depressionsrisiko in Verbindung gebracht und schon moderate Bewegung kann positive Effekte haben.

 

Für Notalona heißt das: Bewegung muss nicht kompliziert sein. Entscheidend sind

Regelmäßigkeit, Ermutigung und das Gefühl, nicht allein zu sein.

 

 

3. Komplexe Hirnleistung

 

Die dritte Säule zielt auf Aufgaben, die Konzentration, Erinnerung, Sprache, Planung und flexibles Denken fordern. Dazu gehören bei Notalona zum Beispiel biografische Arbeit mit Fotos, das gemeinsame Erinnern und Einordnen von Lebensereignissen, Wortspiele wie Stadt-Land-Fluss oder klassische Formate wie Kreuzworträtsel.

 

Gerade komplexere geistige Aufgaben sind relevant, weil sie mehrere kognitive Systeme gleichzeitig ansprechen. Forschung zu kognitivem Training bei älteren Erwachsenen zeigt, dass insbesondere Trainingsansätze, die exekutive Funktionen, Gedächtnisstrategien und geistige Aktivierung verbinden, Verbesserungen 

unterstützen können.

 

Biografische Arbeit hat darüber hinaus einen besonderen Wert, weil sie nicht nur Erinnerung aktiviert, sondern Identität, Selbstwert und Gesprächsanlässe stärkt. 

So wird kognitive Förderung mit persönlicher Bedeutung verknüpft, ein wichtiger 

Unterschied zu rein abstrakten Übungen.


 

 

 

4. Emotionale Aktivität

 

Emotionale Aktivität bedeutet bei Notalona, Gefühle offen ansprechen zu dürfen, Worte für die eigene innere Lage zu finden und neue Verbindungsmöglichkeiten zu erleben. Das kann im Einzelgespräch mit unseren MitarbeiterInnen beginnen und sich bei neuen Kontakten oder Beziehungen innerhalb der Notalona Community fortsetzen.

 

Diese Säule ist besonders wichtig, weil Einsamkeit und soziale Isolation im Alter 

deutlich mit schlechterem psychischen und körperlichen Wohlbefinden zusammenhängen. 

 

Studien zeigen, dass Einsamkeit bei älteren Erwachsenen mit geringerer Lebenszufriedenheit und stärkeren depressiven Symptomen verbunden ist, während soziale Unterstützung und soziale Verbundenheit positive Effekte auf Wohlbefinden und Lebensqualität haben.

 

Aktuelle Forschung beschreibt außerdem, dass ältere Menschen sehr wohl neue soziale Kontakte knüpfen möchten und können, besonders dann, wenn Begegnungen an gemeinsame Interessen, Gesprächsthemen und sinnvolle Aktivitäten anknüpfen. 

Genau dort setzt Notalona an: Beziehung entsteht nicht zufällig, sondern durch 

wiederkehrende, wertschätzende Kontaktmomente.


 

Gamification: Motivation durch 

Freude am Mitmachen

 

Damit die vier Säulen nicht nur verstanden, sondern gerne gelebt werden, setzt Notalona auf spielerische Anreize – Gamification (von engl. Game - Spiel). 

Wer regelmäßig Aufgaben erfüllt, sammelt Punkte. Wer beispielsweise beim Kreuzworträtsel die meisten Wörter errät oder neue Wörter beisteuert, klettert in der Community-Rangliste nach oben. Gruppenaktivitäten fördern freundschaftlichen Wettbewerb und das Gefühl von Zugehörigkeit.

 

Warum das wirkt: Ein systematisches Review mit Metaanalyse (veröffentlicht im Journal of Medical Internet Research, 2025) zeigte, dass spielbasierte Interventionen bei älteren Menschen zu signifikant mehr Freude und 

Zufriedenheit bei körperlichen und geistigen Aktivitäten führen als herkömmliche Angebote. Eine Analyse im The Gerontologist (2021) belegt darüber hinaus, dass Gamification das soziale Aktivitätsniveau älterer Menschen erhöht, 

besonders in Gemeinschaftsstrukturen wie der Notalona-Community.

 

 

 

 

Wissenschaftliche Quellen

 

- Ord AS et al. Physical Activity and 

Neuropsychological Functioning in Older Adults, 2024. Ergebnisse zu besserer Kognition sowie 

geringeren Angst- und Depressionswerten bei körperlich aktiven älteren Erwachsenen.

- Cunningham C et al. Physical Activity Dose and Depression in a Cohort of Older Adults, JAMA Network Open, 2023. Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und geringerem Depressionsrisiko.

- Bridle C et al. Exercise for depression in older adults: a meta-analysis of randomized controlled trials, 2016. Evidenz für antidepressive Effekte von Bewegung im Alter.

- Litwin H, Stoeckel KJ. Loneliness, Social 

Support, and Psychological Wellbeing Among 

Older Adults, 2021. Einsamkeit war mit geringerer Lebenszufriedenheit und mehr depressiven 

Symptomen verbunden.

- JAMA Patient Page: Social Isolation and 

Loneliness in Older Adults, 2024. Soziale 

Verbundenheit ist mit besserem emotionalem und körperlichem Wohlbefinden assoziiert.

- Miotto EC et al. Long-term studies in cognitive training for older adults, 2022. Kognitives 

Training kann Gedächtnisstrategien und Leistung im Alter verbessern.

- Shing YL et al. Combined Cognitive Training vs. Memory Strategy Training in Healthy Older Adults, 2016. Kombiniertes Training aus 

Exekutivfunktionen und Gedächtnisstrategien zeigte Nutzen.

- Li J et al. The effects of combined cognitive 

training on prospective memory in older adults with mild cognitive impairment, 2021. Exekutive Funktionen bleiben auch im Alter trainierbar.

- De Vette F et al. Gamification for Older Adults: A Systematic Literature Review, 2021. Positive 

Hinweise auf Motivation, Engagement und 

positive Emotionen durch gamifizierte Ansätze.

- JMIR Aging, Effectiveness of Gamification on 

Enjoyment and Satisfaction in Older Adults, 2025. Aktive spielerische Bewegungsformate können Freude und Teilnahmebereitschaft fördern.

- JMIR Aging, mHealth-Based Gamified 

Interventions on Physical Activity in Older Adults, 2025. Zielsetzung und Belohnungen waren mit mehr Schritten und mehr moderat-intensiver 

Aktivität verbunden.

 

 

 

 

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